Unter der Führung der Feuerwehr Spaichingen hielten sich am Donnerstag, 22. Januar 2026, zahlreiche Einsatzkräfte im Rahmen des Hochrisikospiels des SC Freiburg gegen Maccabi Tel Aviv in einer sogenannten Sitzbereitschaft in Spaichingen bereit. Das Spiel war durch die Stadt Freiburg als außergewöhnliche Einsatzlage (AEL) eingestuft worden.
Zweck dieser Maßnahme war die Absicherung der Veranstaltung sowie die Bereithaltung von Einsatzmitteln zur Dekontamination verletzter Personen, beispielsweise nach möglichen Unfällen mit Gefahrstoffen. In Spaichingen wurden Einheiten als Reserve- und Unterstützungskräfte für den Einsatzraum Freiburg vorgehalten. Ein Ausrücken der Kräfte aus Spaichingen war nur für den Bedarfsfall vorgesehen.
Der sogenannte Dekon-V-Zug (Dekontamination Verletzter) ist eine spezialisierte Einheit des Katastrophenschutzes und setzt sich aus Kräften der Feuerwehr und des Sanitätsdienstes zusammen. Er ist darauf ausgelegt, verletzte oder hilfsbedürftige Personen nach einem Kontakt mit gefährlichen Stoffen zu dekontaminieren.
Zur Teileinheit Feuerwehr gehörten Einsatzkräfte aus den Landkreisen Tuttlingen (Spaichingen, Gosheim), Rottweil (Schramberg-Sulgen) sowie dem Schwarzwald-Baar-Kreis (VS-Villingen, Blumberg).
Die Teileinheit Sanitätsdienst stellte Einsatzkräfte aus dem Landkreis Tuttlingen (Spaichingen, Rietheim-Weilheim, Tuttlingen).
Zu einer Alarmierung kam es während der Sitzbereitschaft nicht. Die Zeit im Bereitstellungsraum wurde jedoch sinnvoll für Fortbildungs- und Informationsmaßnahmen genutzt.
Auf dem Programm standen unter anderem die Grundlagen des Dekon-V-Konzepts, vorgestellt von Herrn Sayer (Landratsamt Tuttlingen), sowie die Grundlagen der medizinischen Dekontamination durch Dr. Ekhard Stegmann, Leitender Notarzt.
Weitere Inhalte waren die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) für Feuerwehr und Sanitätsdienst (Feuerwehr Spaichingen), sowie die Vorstellung des CBRN-Erkundungswagens (Feuerwehr Gosheim).
Gegen 21:45 Uhr wurde die Sitzbereitschaft aufgelöst. Aus Spaichingen waren 21 Einsatzkräfte für knapp über neun Stunden in Bereitschaft.
Bericht: J. Schumacher
Bilder: FF Spaichingen
