Brandschutztipps für Fettbrände


Brände durch Flüssigkeiten entstehen häufig in Küchen. Vergessenes Essen auf dem Herd, angelassene Herdplatten oder überhitzte Töpfe und Pfannen sind die klassischen Auslöser. Besonders gefährlich ist dabei die sogenannte Fettexplosion. 

Vielleicht denken Sie: „Explosion klingt übertrieben – in meiner Küche kann doch nichts explodieren!“ 

Doch genau hier liegt die Gefahr: Brennendes Fett in einer Pfanne, in der Fritteuse oder beim Fondue wird allzu oft unterschätzt. Viele versuchen reflexartig, die kleine Flamme mit Wasser zu löschen – und begehen damit den größten Fehler. 

Denn Wasser und heißes Fett vertragen sich nicht! Das Wasser verdampft schlagartig, reißt winzige Fettpartikel mit sich und diese entzünden sich explosionsartig. Es entsteht eine Fettexplosion mit verheerenden Folgen: Küchenbrände, schwere Verbrennungen und erhebliche Sachschäden. 

Nachstehend ein paar Brandschutztipps der Feuerwehr, damit Sie dies verhindern können.  

  • Ersticken Sie das Feuer, indem Sie die Pfanne, den Topf oder die Fritteuse mit einem passenden Deckel oder einer feuerfesten Platte abdecken. 
  • Halten Sie stets ein geeignetes Löschmittel (z. B. Fettbrandlöscher) griffbereit. Spezielle Fettbrandlöscher (Brandklasse F) sind für Küchen besonders empfehlenswert. Sie bekämpfen Speiseöl- und Speisefettbrände zuverlässig. 
  • Löschdecken sind nicht geeignet, auch wenn sie früher in vielen Küchen hingen. Löschdecken haben sich als ungeeignet für Fettbrände erwiesen, da sie die Flammen nicht wirksam ersticken. 
  • Lassen Sie niemals Töpfe, Pfannen oder Fritteusen unbeaufsichtigt auf dem Herd. 
  • Schalten Sie Herdplatten sofort aus, wenn Sie den Kochbereich verlassen. 
  • Kontrollieren Sie regelmäßig die Temperatur: Fett darf nicht überhitzen. Schon ab ca. 280 °C kann es sich selbst entzünden. 
  • Verwenden Sie daher ein Thermometer oder Temperaturregler, wenn Sie Speisen frittieren. 

Sollte es doch zu einem Brand kommen, versuchen Sie nur dann die Flammen zu löschen, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist. Ansonsten schließen Sie möglichst die Tür zum Brandraum, verlassen die Wohnung und rufen die Feuerwehr unter 112! 

Weitere Brandschutztipps finden Sie auf unserer Homepage: ffw-spaichingen.de und auf unseren Social-Media-Kanälen (Instagram: @ffspaichingen und Facebook: Feuerwehr Spaichingen) bleiben Sie ebenfalls auf dem Laufenden. 

 

Bericht: N. Hauser 

Fotos: FF Spaichingen 


Häufige Ursache für Brände in Küchen ist vergessenes Essen auf dem Herd oder angelassene Herdplatten mit Töpfen. Noch weitaus gefährlicher ist die sogenannte Fettexplosion. Sie mögen jetzt vielleicht denken "Explosion klingt so gewaltig, bei mir kann eigentlich nichts explodieren". Jedoch wird brennendes Fett in der Pfanne, in der Friteuse oder beim Fondue allzu oft unterschätzt. Meist wird versucht, die relativ kleine Flamme mit Wasser zu löschen.

 

Doch dies ist der schwerwiegendste Fehler, den man machen kann!

 

Denn dann verdampft das "Löschwasser" schlagartig und nimmt kleine Fettpartikel mit. Diese kleinen Fettpartikel entzünden sich und es entsteht eine Fettexplosion. Die Folgen sind katastrophal. Von Küchenbränden bis hin zu schlimmsten Verletzungen der Menschen, die sich in der Küche aufhalten.

 

Was ist zu tun?

Um einen Fettbrand zu löschen, decken Sie die Pfanne, Friteuse oder den Topf mit einem Deckel ab und ersticken Sie so das Feuer! Alternativ empfiehlt sich die Vorhaltung eines speziellen Fettbrandlöschers (geeignet für Brandklasse F), der zur Brandbekämpfung herangezogen werden kann.

 

Löschdecken wurden in der Vergangenheit als ein Mittel zur Brandbekämpfung im gewerblichen und öffentlichen Bereich bereitgestellt und eingesetzt. Es hat sich aber gezeigt, dass sie nicht geeignet sind Speiseöl- und Speisefettbrände wirksam und effektiv zu bekämpfen.